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Warum ist CaviTAU® in der Zahnmedizin und Medizin notwendig?

Im medizinischen Bereich wird die Impulsecho-Ultraschalluntersuchung allgemein für die Abbildung aller Arten von Weichgewebe eingesetzt. Im Prinzip werden Bilder von Strukturen im Körper durch Analyse der Reflexion von Ultraschallwellen erzeugt. Diese Methode ist jedoch nicht geeignet, nützliche Informationen über den Status des Kieferknochens zu liefern, da der Ultraschall an der Grenzphase Knochen / Weichgewebe nahezu vollständig reflektiert wird. Insbesondere der spongiöse Teil des Kieferknochens kann nicht mit üblicherweise verwendeten Ultraschallgeräten untersucht werden. Daher ist Ultraschall in der Zahnmedizin bisher nur sehr begrenzt einsetzbar. Der Zustand des spongiösen Kieferknochens kann klinisch von großer Bedeutung sein. Prof. J.E. Bouquot hat anatomisch nachgewiesen, dass der spongiöse Knochen weitgehend entartet sein kann, ein Phänomen, das er unter anderem als „ischämische Osteonekrose bezeichnet, die zu Kavitationsläsionen führt“. Er bezieht diese Osteonekrose des Kieferknochens auf neuralgische Schmerzen und definiert eine Krankheit, die als “neuralgie induzierende Kavitations-Osteonekrose (NICO)” bezeichnet wird

(vgl. JE Bouquot, AM Roberts, P. Person und J.Christian, “Neuralgia-inducing cavitational osteonecrosis (NICO). Osteomyelitis in 224 jawbone samples from patients with facial neuralgia”, Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1992, 73 (3):307–319; J. Bouquot, W. Martin and G. Wrobleski “Computer-based thru-transmission sonography (CTS) imaging of ischemic osteonecrosis of the jaws – a preliminary investigation of 6 cadaver jaws and 15 pain patients”, Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol Endod. 2001, 92: 550.)

Johann Lechner untersuchte eingehend das Gewebe in solchen Kieferläsionen, das als Fettklumpen im Inneren eines intakten kortikalen Knochentroges (im UK) erscheint. Dieses Gewebe befindet sich in einem ischämischen, degenerativ-fettigen Zustand. Lechner definiert die beobachteten Veränderungen daher als “fettig-degenerative Osteolyse / Osteonekrose des Kieferknochens (FDOK)”. Er zeigte, dass die im Kieferknochen gefundenen Fettklumpen biochemisch äußerst aktiv sind und bestimmte Zytokine in großen Mengen produzieren, nämlich RANTES (CCL-5) und FGF-2, aber auch PDGF und MCP-1. Die Expressionsspiegel dieser Zytokine sind auch bei einer Reihe systemischer Erkrankungen wie Krebs, Demenz, Multipler Sklerose oder Arthritis erhöht. Es gibt starke Anhaltspunkte – erstaunliche klinische Verbesserungen nach der chirurgischen Entfernung eines solchen FDOK-Gewebes -, dass die Entwicklung und Persistenz einer Vielzahl systemischer Erkrankungen mit der fettig-degenerativen Osteolyse des Kieferknochens (FDOK) zusammenhängen kann. In den meisten dieser Fälle fehlt jedoch der lokale Effekt von neuralgischem Schmerz („NICO“).

(Vgl. J. Lechner and V. von Baehr, “RANTES and fibroblast growth factor 2 in jawbone cavitations: triggers for systemic disease?” International Journal of General Medicine 2013, 6: 277-290; J. Lechner and W. Mayer “Immune messengers in neuralgia inducing cavitational osteonecrosis (NICO) in jaw bone and systemic interference”, Eur. J. Integr. Med. 2010, 2 (2): 71-77)

In einer kürzlich erschienenen Publikation wurde außerdem plausibel gezeigt, dass „NICO“ und FDOK sowie die sogenannte “aseptische ischämische Osteonekrose im Kieferknochen” (AIOK) alle denselben pathologischen Zustand des Kieferknochens beschreiben, der im Code M87.0 im ICD-10 aufgeführt ist. (Internationaler Code of Diseases, zehnte Revision (ICD-10).

(Vgl.. J. Lechner, S. Schuett and V. von Baehr, “Aseptic-avascular osteonecrosis: local `silent inflammation` in the jawbone and RANTES/CCL5 overexpression”, Clinical, Cosmetic and Investigational Dentistry 2017:9 99–109.)

Laut früheren Veröffentlichungen von Prof. Bilal AI-Nawas ist der Status des spongiösen Kieferknochens für Zahnimplantate und für den Erfolg der Implantologie von großer Bedeutung.

(Vgl . M.O. Klein, K.A. Grotz, B. Manefeld, P.H. Kann and B. Al-Nawas, Ultrasound transmission velocity for non-invasive evaluation of jaw bone quality in vivo prior to dental implantation”, Ultrasound in Medicine & Biology 2008, 34: 1966-1971.)

Daher können ernste Gesundheitsrisiken mit einer FDOK verbunden sein. Ein Hauptproblem ist jedoch, dass ein Kieferknochen mit fettig-degenerativer Osteolyse ohne abnormale Befunde bei der Röntgenuntersuchung nicht erscheint. Dies gilt auch dann, wenn sich die Spongiosa in einem weitgehend entarteten Zustand befindet und nur Fettgewebe anstelle der gesunden Spongiosa zeigt. Da das Auftreten und die Phänomene von AIOK, FDOK und „NICO“ bei jeder Art von Röntgenuntersuchung praktisch nicht nachweisbar sind, sind sie weitgehend unbekannt und sogar umstritten oder werden sogar bestritten

(vgl. . J. Lechner, “Validation of dental X-ray by cytokine RANTES – comparison of X-ray findings with cytokine overexpression in jawbone”, Clinical, Cosmetic and Investigational Dentistry 2014, 6: 71-79.)

Um das vorgenannte Problem zu überwinden, war ein erweiterter Ansatz erforderlich. Anstelle von Röntgenuntersuchungen oder anderen etablierten medizinischen Untersuchungsmethoden wurde von uns mit CaviTAU® die Verwendung der trans-alveolären Ultraschallsonographie (Transmission Alveolar Ultrasonography, TAU) eingeführt und untersucht.

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